Der Spessarter Spechtweg verbindet Naturerlebnis mit regionaler Geschichte. Auf rund 12 Kilometern führt die Strecke durch ausgedehnte Wälder, über Wiesen und auf schmalen Pfaden durch typische Landschaften des nördlichen Schwarzwalds.
Seinen Namen verdankt der Ort Spessart den Spechten, die hier seit Jahrhunderten heimisch sind. Bereits früh fiel die große Zahl der Vögel in den dichten Wäldern auf – so wurde aus dem alten Begriff für Specht und Wald schließlich der Ortsname. Entlang des Weges greifen Informationstafeln dieses Thema auf und geben Einblicke in die Lebensweise der verschiedenen Spechtarten und ihre Bedeutung für den Wald.
Neben der Natur begegnet dir unterwegs auch Geschichte: Abschnitte der Strecke verlaufen entlang der historischen Ettlinger Linien, einer Verteidigungsanlage aus dem 18. Jahrhundert. Ruhige Waldpassagen und offene Landschaften wechseln sich ab und machen die Tour zu einer entspannten Wanderung für alle, die Natur und Heimatgeschichte gleichermaßen entdecken möchten.
Autorentipp
Alternative Einstiegsmöglichkeit bieten sich ab dem Funkturm an der L 613, oder dem Sportgelände des TSV Spessart.
Wegbeschreibung
Der Weg beginnt an der Rüppichhütte mäßig ansteigend und führt in einer großen Schleife über die Steigenklinge und das Kehreck zum nördlichsten Punkt der Gemeinde bis er dann in den Kirchpfad und den Totenweg übergeht. In diesem Bereich sind die heimischen Spechtarten beschrieben und portraitiert. Über die K 3544 auf dem neu geschaffen Krebsbachweg geht es weiter zur L613. Diese überquerend sind es nur einige hundert Meter hinauf bis zum Funkturm. Kurz davor werden die Ettlinger Linien tangiert, ein Verteidigungswall, der im Spanischen Erbfolgekrieg angelegt wurde. Am Funkturm wechselt der Weg dann wieder über die Landesstraße auf den Fußweg. Dort befindet sich mit 343,2 Metern über NN der höchsten Punkt von Spessart. Der Blick gen Süden bietet hier ein herrliches Panorama, welches vom Malberg über den Mittelberg, Mautzenkopf bis hin zum Dobel und nach Kaltenbronn reicht. Im Vordergrund duckt sich, in eine der für den Albgau typischen Senken, unser Nachbardorf Schöllbronn mit seiner schönen St. Bonifatiuskirche. Ein Wiesenweg, der entlang des Liniengewannes, an dem der Waschbach die Grenze zwischen den beiden Gemeinden bildet, führt dann zur Windwiese und weiter über den Römerweg zum Toten Mann Stein bis hin zur Moosalbbrücke. Hier befindet sich der südlichste Punkt von Spessart und ein kurzes Stück die Grenze zu Burbach. Weiter entlang der Talaue und den steil abfallenden, mit Buntsandsteinblöcken ausgestatten Wäldern des Albtales entlang, führt der Weg schließlich bis hin zum alten Heuweg. Dieser windet sich steil ansteigend wieder hinauf nach Spessart zum Ausgangspunkt an der Rüppichhütte.
Ausrüstung
Festes Schuhwerk und wettertaugliche Kleidung sind empfehlenswert.
Weitere Informationen